Resiliente Organisationen sind wettbewerbsfähiger

16. März 2017 - Arbeitswelt der Zukunft
Resiliente Organisationen sind wettbewerbsfähiger

So ganz neu ist die Erkenntnis ja nicht, dass Durchhalten zum Erfolg führt und dass man aus Krisen und Rückschlägen gestärkt hervorgeht. Das gehört zum Leben. Neu ist, dass  die Fähigkeit, Dinge gelassen zu sehen und auch nach Rückschlägen wieder aufzustehen (Resilienz), bewusst gesteuert auf Teams, Organisationen und Unternehmen angewandt wird.

Resiliente Organisationen haben Mitarbeiter, welche die Realität akzeptieren und nach Rückschlägen tatkräftig anpacken.  Sie haben ein Wertesystem, welches das Handeln in schwierigen Situationen unterstützt und Leitplanken zur Verfügung stellt. Und sie haben Mitarbeiter, die fähig sind zu improvisieren, die Kontakte zu unterstützenden Netzwerken haben, die zur Problembewältigung alle zur Verfügung stehenden Ressourcen einsetzen und hierbei auch unorthodoxe Methoden wählen.

Die größten Probleme haben Unternehmen mit Störungen, die nicht vorhersehbar sind. Durch die Globalisierung sind jedoch die wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Systeme so eng miteinander verbunden, dass Krisen aufgrund der Komplexität der Systeme häufig völlig unvorbereitet kommen. Hier liegt der Kern des Resilienz-Gedankens. Nicht die exakte Vorbereitung auf Störgrößen, sondern der erfolgreiche Umgang mit unvorhersehbaren Problemen steht im Vordergrund. Hierbei ist ein großes Repertoire an Fähigkeiten, emotionaler Intelligenz und Verhaltensweisen sehr hilfreich. Die Widerstandskraft von Organisationen beruht auch auf einer Vielfalt an Denk- und Handlungsweisen.

Kann man das Lernen? Kann die Fähigkeit zur Empathie, die emotionale Intelligenz und Stärke sowie die Lernfähigkeit aus Krisen gestärkt hervor zu gehen geschult werden?

Die Wissenschaft sagt ja. Das individuelle psychische Immunsystem kann gefördert  und effektiver eingesetzt werden. Ich finde, ein faszinierender Gedanke. Unternehmen können mit der Kraft von Stehauf-Menschen finanzielle Engpässe, Krisen und Umstrukturierungen besser  bewältigen, als ihre Wettbewerber. Mit Präventivmaßnahmen kann die Widerstandsfähigkeit systematisiert werden. Die Belastbarkeit eines Unternehmens gegenüber äußeren Einflüssen und Störungen kann gestärkt werden.  Inzwischen ist die Wirksamkeit von Trainings durch wissenschaftliche Studien eindrucksvoll belegt. Sie zeigen eine deutliche Steigerung des wirtschaftlichen Erfolges.

 

Autor: Wolfgang Witt, Arbeitswelt der Zukunft

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