Tchibo Flüchtlingshilfe: Blick über den Tellerrand – beim Erbsenhämmern

19. September 2016 - Soziales Engagement
Tchibo Flüchtlingshilfe: Blick über den Tellerrand – beim Erbsenhämmern

„Wir schaffen das“, sagte vor einem Jahr Angela Merkel zur Flüchtlingskrise. „Wir schaffen das“, sagten im kleinen Rahmen die 40 Tchibo Kollegen, die im August an zwei Nachmittagen ihren Corporate Volunteering-Einsatz in der Hamburger Erstaufnahmeeinrichtung Sportallee gemeistert haben. Gemeint war: „Wir schaffen es, die rund 100 Flüchtlingskinder zu begeistern.“ Hat es geklappt?


Um das Feedback der Kollegen vorauszunehmen: Ja! Sie sagten nämlich: „Die Fröhlichkeit der Kinder zu erleben war einzigartig!“ „Erstaunlich, die meisten Kinder verstehen deutsch.“ „Es war sehr berührend!“ Gemeinsam mit „f & w fördern und wohnen AöR“ und der Stiftung „Gute Tat“ hatte unser Projektteam Flüchtlingshilfe Anfang August im Rahmen des Corporate Volunteerings-Programms zwei Kinderfeste in der Sportallee organisiert. Auch Jochen Eckhold, Personaldirektor bei Tchibo, hatte den Schreibtisch gegen die Erbsenkugelbahn getauscht.

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„Es war beeindruckend, die Flüchtlingskinder als echte Personen zu erleben – und nicht nur in den Medien. Beruhigend: Sie haben gedrängelt und gelacht, hatten eindeutig Spaß, wie unsere Kinder eben auch.“ Jochen Eckhold betreute vor allem die Erbsenkugelbahn, an der kullerende Erbsen mit einem Hammer zertrümmert werden mussten – ein Spaß für Kinder und Tchibo Mitarbeiter. Jochen Eckhold: „Es ist gut über den Tellerrand zu schauen, die Distanz zur täglichen Arbeit erweitert die eigene Perspektive, es macht etwas mit einem.“
Rüdiger Gollhardt, Teamleiter „F&W fördern und wohnen AöR“ in der Sportallee, zeigte sich ebenfalls begeistert: „Selten habe ich die Kinder so strahlend und glücklich gesehen!“

Und auch unsere Blogger-Relations-Expertin Jana Nörenberg meint: „Das Corporate Volunteering war eine echte Erfahrung fürs Herz. Ich bin froh, dass ich durch Tchibo die Möglichkeit bekommen habe, auf dem Kinderfest den Kindern Freude zu bringen. Beim Gesichter-Anmalen habe ich viel zurückbekommen, was man nicht kaufen kann. Auch wir Tchibo Mitarbeiter mussten oft herzhaft lachen und es war schön zu sehen, wie ein Schmetterling oder Batman im Gesicht ein großes Strahlen zauberte. Gern würde ich wieder mitmachen.“

Zum Hintergrund: Die Erstaufnahmeeinrichtung an der Hamburger Sportallee, die von „f & w fördern und wohnen AöR“ betrieben wird, bietet Geflüchteten eine vorübergehende Unterbringung. Sie besteht aus einem festen Gebäude an der Sportallee und einem Containerdorf in der Nebenstraße Heselstücken. Insgesamt 750 Bewohner können hier untergebracht werden – meistens für einen Zeitraum von 6-8 Monaten.

Annette Schindler, Stiftung „Gute Tat“, betreute die Tchibo Mitarbeiter vor Ort. Hier ihr Erfahrungsbericht:

 

Begrüßt wird das Team von Lina Bern von Fördern und Wohnen, die über den Aufbau der Unterkunft und den Alltag der Flüchtlingsunterkunft berichtet. Auch der Einrichtungsleiter Rüdiger Gollhardt bringt seine Freude über den Einsatz zum Ausdruck, während sich die Teilnehmer in seinem Büro auf das Kinderfest vorbereiten. Um den Kindern möglichst viel Abwechslung zu bieten, gibt es verschiedene Spielstationen und – sehr wichtig – eine Stempelkarte, auf der die Teilnahme mit einem heiß begehrten Stempel bescheinigt wird. Schnell sind die Teams eingeteilt und machen sich mit dem Equipment auf zu den Stationen.

Das Wetter hätte unterschiedlicher nicht sein können: Während die Sonne beim ersten Termin mit den Kindern um die Wette strahlte, begrüßten Regen und Wolken die Mitarbeiter beim zweiten Termin. Die Kinder ließen sich davon aber keineswegs abschrecken und machten eben die Innenräume so lange unsicher, bis die Sonne doch noch hervorkam.

tchibo-2In den Innenräumen werden auf dem Flur Schaumstoffkegel zum Umfallen gebracht und der Sportraum steht als Kinderdisko zur Verfügung. Ob Stopptanz, Zeitungstanz oder Luftballontanz, hier soll mit alten Bravo Hits richtig Stimmung aufkommen. Schnell zeichnet sich jedoch ab, dass es gar keiner Spiele bedarf, sondern die Luftballons selbst schon als Attraktion reichen. Die Erwachsenen kommen mit dem Aufblasen der bunten Ballons gar nicht hinterher und die Kleinen zeigen, dass sie regelrechte Flummis sind, so wie sie über den Boden hüpfen und dabei wild mit den Ballons fuchteln. Auch ein Stockwerk höher geht es munter daher. Ein Raum ist hier für das Kinderschminken reserviert, das sich großer Beliebtheit erfreut. Und so laufen immer mehr Batmen, Schmetterlinge und Hasen über das Gelände. Auch Playmais und Bastelsachen kommen zum Einsatz. Ein weiterer Raum beherbergt ein 4-Gewinnt-Spiel, welches ähnlich wie die Luftballons zweckentfremdet wird und nun als Krach-Maschine zum Einsatz kommt. Die Wurfspiele, die auch in dem Raum zu finden sind, muten daneben geradezu leise an.

Sobald das Wettetchibo-3r es zulässt, geht es mit einigen Spielen nach Draußen. Wie gut, dass die meisten Materialien so portabel sind. Das Erbsenhämmern ist wieder mit von der Partie, ebenso wie Frisbee, Diabolo und Jonglierspiele, die die Geschicklichkeit der Kinder, aber auch der Erwachsenen herausfordern. Weitere Attraktionen sind Dosen werfen, die Bobby Car Ralley und das Entchenangeln. Schnell findet sich eine Gruppe von Kindern und Mitarbeitern, die Basketball spielen oder Seilspringen und auch das Schwungtuch hat seinen Auftritt.

Am späten Nachmittag heißt es dann abbauen, aufräumen und sich von den Kindern verabschieden. Manche hätten sich gewünscht, das Ende des Nachmittags noch etwas weiter hinaus zu zögern, auch wenn sich langsam bei dem einen oder anderen Kind die zufriedene Erschöpfung zeigt. War es doch ein Nachmittag mit viel Bewegung, Spaß und Spiel und für alle eine schöne Erfahrung.

Die Kinder bedankten sich mit einem Lied, das sie gemeinsam mit einigen Ehrenamtlichen anstimmten. In der kurzen Feedbackrunde der Tchibo Mitarbeiter waren Worte wie „Kinderlachen“, „Spaß“, „glücklich“ und „Freude“ zu hören. Eine bessere Zusammenfassung des Tages wäre nicht möglich gewesen.

 

 

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Autorin: Sandra Coy

Sprecherin Nachhaltigkeit & Qualität

Tchibo GmbH | Corporate Communications (CC)

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